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Keine Arbeiterpartei im engstmöglichen Sinne

Dieses Thema im Forum "Europa" wurde erstellt von paranormo, 29. November 2019.

  1. paranormo

    paranormo Active Member

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    soll die SPÖ sein, sondern eine für den Menschen in all´ seinen notwendigen
    und hilfreichen Rollen.
     
  2. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    "engst möglicher Sinn" ???
    Sind damit enge Grenzen im Kopf gemeint?
    Eine "Arbeiterpartei" braucht zunächst einmal Arbeiter. Wäre das ein Begriff der Biologie, müsste man von "Artenschutz" sprechen. Im Bergwerk, beim Hochofen, Brückenbau, Hoch- und Tiefbau tummeln sich die Ingenieure und anderen Akademiker, während die wenigen Schaufeln von von Immigranten geschwungen werden.
    Jene, die sich heute noch zu "Arbeitern" erklären, sind hochgradige Intellektuelle und träumen von Macht. An den Wahlergebnisse kann man ja ablesen, wohin die Leistungsträger hin tendieren. Dabei hätte eine echte sozialistische Partei auch heute noch eine große Bedeutung, wenn sich eine nicht mehr auf diese 'abgelutschten Beschwörungen eines Kollektivs' zurückziehen wollte.

    Die Sozis bei uns bräuchten keinen Karrieristen der üblichen Art an der Spitze sondern einen Pragmatiker wie z.B. Beppo Muchitsch, der schon vom Aussehen her glaubhaft als Sozialist wirkt. Außerdem ist er Steirer und als solcher nicht von ideologischen Selbstzweifel zerfressen.
     
  3. paranormo

    paranormo Active Member

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    Alle Menschen sind Leistungsträger.
     
  4. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    Das ist eine Frage der Definition.
     
  5. KANTIG

    KANTIG Well-Known Member

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    Ich kann mich noch gut an Benya erinnern, der von den "arbeitenden Menschen" sprach und sich gegen Hainburg engagierte: Wer erzeugt die kW, die für einen Arbeitsplatz erforderlich sind?
     
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  6. Wortjan Sinner

    Wortjan Sinner Well-Known Member

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    (Die Sklaverei lässt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein von Freiheit gewährt)
    https://gutezitate.com/zitat/122166

    Ernst Jünger
     
  7. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    Bzgl. "Leistungsträger":
    "Leistung" kann niemals indifferent für jede Person gleich gesehen werden. Für einen Konzertunternehmer z.B. wird ein Musiker eine Leistung erbringen können, die etwa ein Zuhörer allein mit Applaus nicht erbringt. Für einen Bauträger erbringt ein Bauarbeiter, Steuerberater, Hochbau Ingenieur, Architekt etc. eine Leistung während der Wohnungskäufer anstatt einer Leistung Geld einbringt.
     
  8. KANTIG

    KANTIG Well-Known Member

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    8.555
    Ja. Und der Begriff in unsrem ("Sozial)Sytem ist von dem Begriff der Arbeit bestimmt und der dafür vorgesehene Entlohnung.´mit den verschiedensten Kriterein wie Zeit, Qualität .... Der sog. "gerechte" Lohn sollte so hoch sein, daß die "Erfüllung" eine Arbeitsplatzes den Lebensunterhalt ermöglicht ...
     
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  9. interlocutore

    interlocutore Well-Known Member

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    Mitteleuropa
    Du sprichst damit natürlich die "Cognitionslücke" der Sozialisten an, die nicht erkennen wollen, dass das Wirtschaftssystem ein Sozialsystem "mit den realen Möglichkeiten eines 'Menschen-würdigen Lebens' zu 'bestücken' hat". Gerade Sozialisten polemisieren fanatisch gegen ein "bedingungsloses Grundeinkommen für alle" , was diese Kluft überwinden würde. Mit so einem BGE würde Einkommen einfach nur für "würdig Leben" garantiert sein, während die Wirtschaft für Leistung Einkommen finanziert. Wenn man strikt jede Sozialleistung und Subvention zusammenrechnet und auf jeden in Österreich geborenen und volljährigen Staatsbürger pro capite umlegt, dann wären das Beträge von mehr als €3.500 pro Monat. In einem demokratischen Prozess könnte dann beschlossen werden, die Schulausbildung z.B. gebührenfrei zu machen und dementsprechend das BGE zu kürzen. Oder man subventioniert biologische Landwirtschaft, weil nach einer demokratischen Abstimmung solche Lebensmittel zur Verfügung gestellt und kleinteilige Landwirtschaft erhalten werden soll.

    Der "Begriff Armut" ist bei den Sozialisten immer noch von Empfindungen wie Leiden, Unfreiheit, Fremdbestimmung, soziale Beleidigung, also nur von Negativem bestimmt, was sicherlich in unterentwickelten Wirtschaftsräumen, derer wir uns bedienen, der Fall ist. Wir lagern deshalb unwürdige Arbeit nach China oder ins HarzIV-Land aus und finanzieren solche Arbeit, damit die Wirtschaft Reichtum in wenigen Händen akkumulieren kann und die Entwicklung der Gesellschaft nicht notwendig machen muss. Die sog. "Sozialdemokratie" hat dem "Sozialismus" die Zähne gezogen, damit sie die Arbeit den Kapitalisten als Morgengabe beibringen kann.
     
  10. KANTIG

    KANTIG Well-Known Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Der "Begriff Aemut" wird von vielem Menschen tatsächlich erlebt und ist keine Schimäre.
     
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